Sitzungskalender
Veröffentlicht am 19. Mai 2008 um 22:58 UhrAutor: Der Stadtrat
Unter einem großen Stapel an Papier mit Vorlagen, Anträgen und Berichten habe ich auch eine ganz interessante Sache gefunden: Den Sitzungskalender. Dort sind die voraussichtlichen Sitzungen aller Gremien bis Jahresende aufgelistet. Zu meinem Erschrecken gibt es relativ viele Termine mit „open end“; insbesondere beim Stadtplanungsausschuß ist es die Regel, daß am Mittwochvormittag begonnen wird, man tendenziell bis in den Abend diskutiert und sich vorsichtshalber schonmal den folgenden Mittwoch als Ausweich- und Resttermin freihält. Ich bin ganz froh, daß ich da nicht drin bin; und dem Kollegen Piazolo wünsche ich schonmal eine gute Kondition.
Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind es für mich in den acht Monaten von Mai bis Dezember insgesamt 46 Sitzungen an 42 Tagen. Davon sind übrigens nur 12 Sitzungen solche des Plenums (wobei z.B. schon die Vereidigung als eine Sitzung zählt und die Behandlung von Haushalts- und Sachthemen am 8. Oktober als zwei Sitzungen geführt werden); dreimal entscheidet der Personalausschuß (dem ich auch angehöre) als Ferienausschuß anstelle des gesamten Plenums. Meine Einschätzung, daß die wirkliche Arbeit in den Ausschüssen passiert, scheint also durchaus zuzutreffen.
Im allgemeinen haben alle Gremien einen Drei-Wochen-Rhythmus; der Gesundheitsausschuß findet bspw. jeden dritten Donnerstag am Nachmittag statt, die Vollversammlung jeden dritten Mittwoch vormittags. Unterbrochen wird das ganze noch von recht großzügigen Ferienzeiten (Pfingsten, Sommer, Weihnachten – ziemlich parallel zu den Schulferien). Auch mit meinen überdurchschnittlichen vier Ausschüssen werde ich also noch genug Zeit für anderes haben. Meinen Lebensgewohnheiten kommt es übrigens durchaus entgegen, daß nur einer meiner Ausschüsse am Vormittag zusammentritt…
Allgemeines
Autor: Schlumpf am 20 Mai, 2008 | Antworten
Mal eine ganz andere Frage : wie machst du das eigentlich mit dem Referendariat ?
Autor: Der Stadtrat am 21 Mai, 2008 | Antworten
Schau ma moi. Es ist halt doch so, daß diese Chance, die wir erstmals nach 40 Jahren wieder haben, doch so einzigartig ist, daß wir sie nutzen müssen. Und da ich eben keine Fraktion im Rücken habe, sondern Einzelkämpfer bin, kommt es doch ganz entscheidend auf meine persönliche Einsatzfähigkeit an. Ich möchte mich also erstmal schon auf die Arbeit im Stadtrat konzentrieren und mir mit dem Referendariat noch etwas Zeit lassen. Aber wie es genau funktionieren wird, weiß ich noch nicht.
Jedenfalls haben wir am Donnerstag die erste Sitzung unserer kommunalpolitischen Ausschusses, da versuch ich dann, möglichst viele Aufgaben auf die anderen abzuwälzen.
Autor: Wu-Lan-Tong am 21 Mai, 2008 | Antworten
Du meinst doch bestimmt nicht abwälzen, sondern du versuchst Aufgaben zu deligieren

Eine sehr kluge Entscheidung, wie ich finde
Autor: Der Stadtrat am 21 Mai, 2008 | Antworten
Der tapfere Mitstreiter hat mir schon mitgeteilt, daß er sich nicht wälzen läßt…
Aber „delegieren“ ist auch kein viel besseres Wort, schließlich bedeutet lat. „de-legare“ wörtlich so ungefähr „weg-festbinden“. Wenn ich es näher bedenke, gefällt mir der Begriff eigentlich.
Autor: Schlumpf am 22 Mai, 2008 | Antworten
Ich verstehe deine Motivation absolut und alles andere wäre für mich auch nicht nachvollziehbar. Mir ging die Frage nur irgendwie durch den Kopf.