Schlechte Vorbereitung

Veröffentlicht am 5. Juli 2008 um 21:58 Uhr  
Autor: Der Stadtrat
Kategorie: Allgemeines | Autor: Der Stadtrat

Die Landeshauptstadt München unterhält zahlreiche Gremien, Kommissionen und Beiräte. Damit meine ich jetzt nicht die Stadtratsausschüsse, sondern diejenigen Versammlungen, in denen der Stadtrat nur einige wenige Mitglieder stellt. So sitzen beispielsweise im Olympiabeirat zur Bewerbung für die Spiele im Jahr 2018 insgesamt 26 Mitglieder, davon – wenn ich mich richtig erinnere – 13 aus dem Nationalen Olympischen Komitee, einer aus dem Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen, noch ein paar von den verschiedenen beteiligten Landkreisen und schließlich auch sechs Mitglieder aus dem Münchner Stadtrat.

Solche Mitglieder werden zwar offiziell – genau wie bei den Ausschüssen – gewählt, in Wirklichkeit ist das aber nur eine volkskammerähnliche Akklamation; denn andere als die vorgeschlagenen Mitglieder dürfen nicht gewählt werden und zurückgewiesen werden die Vorgeschlagenen in aller Regel auch nicht. Darum werden die Mitglieder normalerweise von den Fraktionen vorher schriftlich benannt und der Tagesordnungspunkt wird in der Sitzung nur pro forma abgenickt.

Doch letztes Mal lief es ganz anders. Eine der großen Fraktionen hatte sich offensichtlich kaum vorbereitet. In den Unterlagen standen noch keine Namen, erst in der Sitzung wurden die dann umständlich von Notizzetteln abgelesen und mündlich benannt; angesichts wirklich zahlloser Posten ein Ewigkeitsspiel. Und dann kam es noch zu einer besonders peinlichen Panne:

Fraktionschef: „Wir benennen dann Herrn X und Herrn Y.“
Herr Y: „Geht doch nicht, ich bin ja schon vom Amts wegen Mitglied.“
(Gemurmel im Saal, Diskussionen in der Fraktion.)
Fraktionschef: „Also wir benennen eigentlich Herrn X und Herrn Y, aber Herr Y ist ja schon dabei.“ (Unsicherer Blick zu Y.)
Herr Y: „Ja…“
Fraktionschef: „Dann nehmen wir Herrn X und (Pause) Frau Z.“

Ich verstehe nicht, warum eine große Fraktion, die ja wirklich genügend Personal hat und die ihre Sitzungen auch als bezahlte Arbeitszeit abrechnen kann, die Sitzung so mangelhaft vorbereitet. Die anderen Fraktionen haben nur einzelne Namen und einige Änderungen nachreichen müssen. Die FDP hat z.B. den Posten des Verwaltungsbeirats in zwei Schulen an mich abgetreten, was ich eigentlich ganz nett finde.

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Nicht von mir:

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  2. Jul 5, 2008: Im Stadtrat » Haaa-haaa!

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