Das Salz auf der Brezn
Veröffentlicht am 26. Februar 2009 um 11:24 UhrAutor: Der Stadtrat
Eineinhalb Jahre ist es jetzt her, da habe ich – damals im Zuge der aufkommenden Rauchverbotsdiskussion – einen ironischen Text bezüglich eines umfassenden Gesundheitsschutzes auf der Wiesn geschrieben. Dabei wurde mir dann vorgeworfen, das sei doch übertrieben und schließlich sei auch die Interessenlage eine ganz andere wie beim Rauchverbot, da der gemeine Raucher ja andere schädigt (was eine Frage der Sichtweise ist), der Hendl-Esser in meiner Glosse dagegen nur sich selbst.
Der neueste EU-Vorstoß liegt dagegen völlig auf dieser Linie. Der neue Feind ist jetzt das Salz. Und hier geht es in keinster Weise mehr um andere Leute, die durch Passivsalzen belästigt werden, sondern nur um den Konsumenten selber.
Ich persönlich mag ja kein Salz. (Was kein Maßstab für oder gegen eine gesetzliche Regelung ist, denn schließlich rauche ich auch nicht und trinke keinen Alkohol.) In meiner Küche befinden sich ca. vier Dutzend verschiedene Gewürze, darunter auch Salz. Ich nehm es nur – außer im Nudelwasser, wofür die EU endlich mal einen verläßlichen Salz-Grenzwert einführen sollte – fast nie her. Wenn man ein Essen mit anderen Gewürzen würzt, dann bekommen sie einen besonderen Geschmack. Salzt man sie, dann schmecken sie einfach nur nach mehr Salz. Aber das nur am Rande.
Zu viel Salz befindet sich zum Beispiel im Inneren von Brot und auf der Overfläche von Brezn. Letzteres hat mir bisher noch nicht übermäßig geschadet, da ich es stets runterpule. Obwohl – entsteht da vielleicht Salzfeinstaub?
Allgemeines