Der GEMA-Henker
Veröffentlicht am 6. April 2009 um 13:53 UhrAutor: Der Stadtrat
Bekanntlich streiten sich das Internet-Videoportal Youtube und die GEMA, die die Rechte der Musikurheber vertritt, derzeit ganz heftig. An vorderster Front kämpft der GEMA-Vorsitzende Harald Heker. Harald Heker – genau so heißt er. Manche Medien haben aber unabsichtlich (?) daraus „Henker“ gemacht. Mittlerweile haben sich auf Google News allerdings die richtigen Schreibweisen durchgesetzt.
Zum allgemeinen Image der GEMA, das sich nur unwesentlich über dem der GEZ befindet, paßt der „Henker“ freilich durchaus. Persönlich hab ich noch keine Erfahrungen gemacht, dafür aber einige Bekannte von mir. Relativ reibungslos läuft es bei einem Wanderverein, der seine Veranstaltungen ordnungsgemäß anmeldet, seine Abgaben entrichtet und damit vom GEMA-System durchaus profitiert. Jedenfalls ist das einfacher, als mit jedem Urheber einzeln über Verwertungsrechte zu reden.
Etwas anders erging es einem BP-Kreis- oder -Ortsverband vor einigen Jahren. Der hat eine Weihnachtsfeier ausgerichtet und diese auch in den örtlichen Medien bekanntgemacht. Das hat ein GEMA-Mitarbeiter gelesen und dementsprechend gedacht, man könnte da doch mal kassieren.
Nun spielt man bei einer Weihnachtsfeier ja typischerweise Weihnachtslieder. Die sind in aller Regel gemeinfrei – zumindest, wenn der Urheber schon mehr als 70 Jahre verstorben ist. Damit gibt es keine relevanten Schutzrechte mehr, jeder kann diese Lieder kostenlos spielen, singen oder umdichten. Daher also kein Fall für die GEMA. Die hat das aber nicht geglaubt und so wurde das zu einem längeren Schriftwechsel. Rausgekommen ist im Endeffekt zwar nichts – aus den genannten Gründen.
Ein nicht-gemeinfreies, da modernes, Weihnachtslied ist dagegen z.B. „Fairytale of New York“ von den Pogues. Das hab ich zufällig auf Youtube entdeckt. Und so schließt sich der Kreis.
Allgemeines
Nicht von mir:
Not Found
The requested URL /widget.php was not found on this server.