Berlin: Gebetsräume für Moslems

Veröffentlicht am 29. September 2009 um 17:26 Uhr  
Autor: Der Stadtrat
Kategorie: Allgemeines | Autor: Der Stadtrat

In Berlin hat sich ein junger Moslem das Recht erstritten, an seiner Schule in der Pause einen Raum zum Beten nutzen zu können. Ich finde es schon mehr als verwunderlich, daß man mit soetwas vor Gericht gehen muß.

Die Schule will ein „weltanschaulich und religiös neutraler“ Ort sein – als ob sie es nicht mehr wäre, wenn sie einem Schüler erlaubt, seinem Glauben nachzugehen. Es geht hier nicht um Missionstätigkeit (dafür sind ja bekanntlich die Lehrer zuständig…) oder darum, daß er seine Religion offen zur Schau trägt, sondern nur um private Glaubensausübung. Ich verstehe einfach das Problem nicht; vielleicht übersehe ich auch einfach nur irgendeinen Aspekt.

Die Schule soll in einer Pause ein Klassenzimmer zur Verfügung stellen; das ist keine Kleinmoschee und es brauchen auch keine Teppiche an der Wand zu hängen; einfach ein Raum halt, in dem, wenn überhaupt notwendig, die Bänke ein Stückl zur Seite gerückt werden. Da geht der Betreffende rein und – je nach Religion – betet Richtung Mekka, errichtet ein Kruzifix, meditiert ein bißchen oder macht Regentänze. Damit stellt sich der Staat weder auf die Seite einer Religion noch gegen sie. Das ist aber für den rot-roten Senat scheinbar unerträglich.

Und sogar die linke „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) meint ernsthaft, „das friedliche Miteinander der Kulturen und Glaubensrichtungen werde so nicht gefördert, sondern nur erschwert“. Also in der Richtung gäbe es wirklich zahlreiche andere Kritikpunkte, die gerade aus dieser politischen Ecke ausgeblendet, totgeschwiegen oder bewußt gefördert werden.

Theatergruppen, Photokurse oder ein zusätzliches Sportangebot gab es schon zu meinen Schulzeiten. Und neuerdings bekommt die Schule immer mehr Aufgaben, sie soll am besten das ganze Leben der Schüler durchplanen und gestalten. Nur dafür, daß sich ein Jugendlicher in der Pause ein leeres Klassenzimmer sucht und seine religiösen Anliegen erledigt, soll kein Platz sein?

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2 Antworten zu “Berlin: Gebetsräume für Moslems”

  1. Autor: Trixie am 30 Sep, 2009 | Antworten

    Das wundert mich auch. Vor allem, Moslems nehmen es ja nunmal SEHR genau mit ihrem Glauben und somit auch mit dem Beten. Es dürfte für den Jugendlichen eine mittlere Katastrophe sein, wenn er seinem Beten nicht nachgehen kann. Das muss man auch mal bedenken.

  2. Autor: Lisa am 30 Sep, 2009 | Antworten

    Ich verstehe auch nicht, warum das ein Grund zum Aufregen ist. Schließlich dürfen die Kruzifixe ja auch in den Klassen hängen bleiben.

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