Gebetsräume-Anfrage
Veröffentlicht am 19. November 2009 um 22:55 UhrAutor: Der Stadtrat
Ich hab eine Antwort auf meine Anfrage zu den Gebetsräumen bekommen. Und das ist eigentlich das erste Mal, daß ich mit einer Antwort wirklich zufrieden bin. Denn der Tenor des Schreibens aus dem Schulreferat ist die Grundhaltung „Man muß nicht immer alles so hoch hängen“.
Wir erinnern uns: In Berlin hat ein muslimischer Schüler (die Religion ist in der Sache eigentlich völlig wurscht) verlangt, in der Schule beten zu dürfen. Dieser verständliche Wunsch wurde ihm erst nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht erfüllt. Meine Frage war nun, wie in München mit dieser Frage umgegangen wird.
An städtischen Schulen in München sind keine Forderungen von Schülerinnen und Schülern nach Überlassung von Schulräumen zum Zwecke des persönlichen Gebets bekannt. An wenigstens einer staatlichen Hauptschule betet eine Schülerin in einem zur Verfügung gestellten Zimmer, hier gibt es jedoch keinerlei Probleme.
Dafür braucht man auch keine Gesetze, Verordnungen oder formale Rechtspositionen, denn…:
Seitens der Landeshauptstadt gibt es keine Handlungsanweisungen für solche Fälle. Die Schulen handeln insoweit pädagogisch und eigenverantwortlich und schaffen ggf. angemessene, für alle Seiten akzeptable Lösungen.
Seitens der Verwaltung werden keine grundsätzlichen Probleme gesehen, Schülerinnen und Schülern in begründeten Fällen während der Schulzeiten außerhalb des Unterrichts einen Raum zur Religionsausübung zur Verfügung zu stellen. Dem hat jedoch eine Prüfung im Einzelfall durch die jeweilige Schule vorauszugehen. Zudem hat die Schule ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, wobei dies aber nicht bedeutet, dass eine Lehrkraft in dem überlassenen Raum anwesend sein müsste.
Mehr gesunder Menschenverstand und weniger Prinzipienreiterei würde man sich öfter wünschen.
Allgemeines
Autor: Trixie am 20 Nov, 2009 | Antworten
Da es aber kaum noch gesunden Menschenverstand gibt, bin ich doch ehr für das Gesetz. Und zwar dafür, dass die Moslems selbstverständlich einen Raum zum Beten bekommen sollen.