Städtewerbung
Veröffentlicht am 21. Dezember 2009 um 11:48 UhrAutor: Der Stadtrat
An Münchner Bahnhöfen gibt es relativ viele Werbeflächen in Form von Großplakaten. Da es aber ziemlich langweilig ist, immer die gleichen Plakate anzuschauen, gibt es die auch in etwas modernerer Form: Die Plakatwand ist keine beklebte Plakatwand, sondern eine Art von hinten beleuchteter Bilderrahmen. Das Plakat ist kein aufgeklebtes Plakat, sondern eine Folie, von der pro Plakatwand drei verschiedene abwechselnd ins Sichtfeld gezogen werden.
Und auf diese Weise teilen sich derzeit an einem Innenstadtbahnhof (Hauptbahnhof oder Marienplatz, glaube ich) die Stadt Hamburg und die Stadt München eine Plakatwand. Und was uns die beiden Kommunen zu sagen haben, ist im Kontrast schon interessant. Hamburg richtet sich an Künstler und Unternehmer und wirbt damit, aufgrund eines guten Arbeits- und Investitionsklimas in die Hansestadt zu kommen. Denn Hamburg sei „die Heimat für viele kluge Köpfe“. München hingegen will die weltbewegende Botschaft loswerden, man solle Energiesparlampen benutzen und diese anschließend auf dem Wertstoffhof entsorgen.
Da sieht man mal, wer welche Prioritäten setzt.
Ich weiß, daß diese Gegenüberstellung etwas ungerecht ist. Aber sie ist einfach zu verlockend.
Allgemeines
Nicht von mir:
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Autor: Moritz am 11 Jan, 2010 | Antworten
Die Städtewerbung Hamburgs geht zurück auf den US-Ökonom Richard Florida, der zu dem Schluß gekommen ist das nur die Städte prosperieren in denen sich „die kreative Klasse“ wohl fühlt.
Die Stadt Hamburg versucht also seit längerem als „Talentstadt Hamburg“ ein angenehmes Klima für Leute zu schaffen die etwas voran bringen…mit mäßigem Erfolg auf Grund von Mangel an erschwingbaren Wohnungen und Arbeitsräumen. Die weitere gezielte Aufwertung von billigeren Wohngegenden tut den Rest.
Ein ähnliches Problem wie München, bloß hier scheint es schon niemanden mehr zu interessieren. Schade, aber hauptsache Energiesparlampen!