Weis aso ned weidageh ko
Veröffentlicht am 9. Januar 2010 um 12:53 UhrAutor: Der Stadtrat
Ungewöhnlich bavaristisch zeigte sich heute mal die Süddeutsche Zeitung. Einen relativ kurzen Artikel über meinen Antrag überschrieb sie mit diesem perfekt mundartlichen Titel.
Überrascht hat es mich nicht, daß es dieser Antrag in die Zeitungen schaffen würde. Er ist halt für die Bayernpartei typisch und scheinbar sind Klischees irgendwie interessanter als „normale“ Politik. Von den ca. 40 Anfragen und Anträgen, die ich bisher gestellt habe, ist nur ein kleiner Teil derart „bayerisch“, wie man es vielleicht erwarten würde. Und ab und zu rufen auch die anderen (z. B. die zum Alkoholverbot, zur Kameraüberwachung oder auch der Kunstrasenvorschlag) mediale Resonanz hervor, aber deren Chance ist schon deutlich geringer.
Dabei hab ich bei diesem Antrag im Grunde keinerlei „Original Research“ betrieben, sondern nur von anderen abgeschrieben:
1. Mein angeblicher „Hilferuf“ mit den unter 2 % Bairischsprechern an Münchner Schulen war eigentlich ein ziemlich alter Hut. Das haben vor einigen Jahren die Zeitungen aufgegriffen und es würde mich wundern, wenn seinerzeit nicht auch die SZ darüber berichtet hätte.
2. Daß die Stadt auch den Dialekt fördert, wurde mir auf einen Antrag aus dem Jahr 2008 mitgeteilt.
3. Die Idee, Sprachförderungsangebote nicht unverbunden nebeneinander stehen zu lassen, sondern auszuwerten und ggf. zu überarbeiten, entstammte dem erwähnten SPD-Antrag. Daher kommt übrigens auch der von mir zitierte Begriff der „Spracharmut“.
Ich habe aus diesen drei „fremden“ Ideen dann einen „eigenen“ Ergänzungsantrag gemacht. Das hat keine Viertelstunde gedauert. Daß die Einzelteile für sich genommen alle nichts besonderes sind, aber in ihrer logischen Verknüpfung dann auf einmal bemerkenswert sind, ist schon erstaunlich.
Allgemeines
Nicht von mir:
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