Studentenkonto mit BahnCard – ähnliche Erfahrungen?

Veröffentlicht am 29. Juni 2010 um 11:12 Uhr  
Autor: Der Stadtrat
Kategorie: Allgemeines | Autor: Der Stadtrat

Mal wieder eine Bürgeranfrage – vielleicht hat ja einer meiner Leser eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir weiterhelfen:

Eine Bank bietet an einer bayerischen Universität ein besonderes Studentenkonto an. Das kostet nichts und man bekommt auch noch kostenlos eine BahnCard dazu. Viele Studenten nutzen das, auch, wenn sie gar nicht vorhaben, das Konto wirklich herzunehmen.

In der Zwischenzeit bekommt man immer wieder Kontoauszüge – keine Bankgebühren, in der Regel auch kaum Umsätze. Nach einiger Zeit endet die Kostenlosigkeit dann – das steht wohl in den AGB und ist einigermaßen legal. Zumindest bei den Kunden, die das Konto bisher kaum genutzt haben, gibt es dann auf einmal aber keine Kontoauszüge mehr. Dafür sammeln sich die Kontogebühren im Dispo – es wird aber auch keine Rechnung dafür gestellt, keine Zahlungsaufforderung und keine Mahnung.

Irgendwann kommt dafür der Brief einer Inkassofirma – die ihre Bankverbindung zufälligerweise bei derselben Bank hat. Die verlangt dann gleich die üblichen Zuschläge. Naheliegenderweise zahlt man nicht sofort „auf Verdacht“ eine Summe, von der man nicht wußte, daß sie überhaupt geschuldet ist. Nach kurzer Zeit geht die Sache an eine Rechtsanwaltskanzlei, die auch wieder zusätzliche Kosten verlangt. Wenn man bezahlt hat, kommt ein weiterer Brief, der sich angeblich mit der Zahlung überschnitten hat, sodaß sich die Summe weiter erhöht.

Auf Rückfrage, ob diese zusätzlichen Kosten jetzt trotzdem anfallen, verneint das die Kanzlei erstmal, schickt aber nach einigen Tagen eine Rechnung über eben jene Zusatzkosten. Kurze Zeit später kommt dann ein weiterer, völlig identischer Brief über dieselbe Summe, erneut mit Überweisungsträger. Die Kanzlei versicherte mir gegenüber – durchaus glaubhaft – daß das ein Versehen gewesen sei und im Falle einer Doppelüberweisung der Betrag selbstverständlich zurückerstattet werde.

Jetzt meine Frage: Ist das ein Einzelfall, bei dem wirklich blöderweise alles schiefgegangen ist, was schiefgehen kann, oder ist das eine Masche der Bank, des Inkasso-Unternehmens und/oder der Anwaltskanzlei?

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