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Veröffentlicht am 5. März 2010 um 00:07 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

„I have 212 friends on MySpace.“ – „Yes, and you‘ve never met one of them.“ – „That’s the beauty of it!“

Ein Leben ohne Internet ist sicher möglich, aber relativ sinnlos. Man ist dann nämlich auch vom „richtigen“ Leben ziemlich abgetrennt. Ohne Google News und Jubiläen auf der Wikipedia-Startseite fühle ich mich richtiggehend uninformiert. Ganz so schlimm war’s nicht, aber zumindest der verbale Teil meines Laptops (also die Tastatur) hat mich vor längerer Zeit verlassen. Aus meiner Fehlerbeschreibung für ASUS:

Tastatur des Eee PC 1000 H arbeitet seit einigen Tagen nicht mehr korrekt. Tasten – egal, wo auf der Tastatur – geben größtenteils falsche Zeichen zurück. Die 3 verhält sich bspw. wie Strg-F, öffnet also Suchfenster, Ü gibt ein überzähliges Apostroph aus, aus K wird gar n09ok, aus G 6tzg, X schreibt x12qa und öffnet zusätzlich die Hilfedatei, also wohl F1, aus C wird cüö-, während bspw. das J und die Kommataste korrekt funktionieren. Die Fehlfunktionen haben sich allerdings bisher mehrfach geändert, bspw. gab die 2-Taste anfangs alü2 zurück, dieser Fehler ist nicht mehr reproduzierbar.

Nur mit Mausbedienung konnte ich mich zwar einigermaßen durchklicken, aber irgendwie ist das auch nicht das Wahre. Also mußte eine Reparatur geschehen, schließlich hatte ich ja noch Garantie. (Trotz einer leicht abgeschabten und schwer lesbaren Seriennummer am Gerät, die aber nicht beanstandet wurde.) Etwas Angst hatte ich, meinen Laptop einzuschicken. Die angekündigten 10 bis 15 Werktage Bearbeitungszeit können sich ganz schön ziehen. Aber ich hatte ja keine andere Wahl…

Entsprechend den Servicebedingungen hab ich den Laptop dann ohne Akku, Netzteil und Festplatte (was mir sehr entgegengekommen ist, da muß ich keine sensiblen Daten löschen und keine Angst haben, daß ich am Ende ein Austauschgerät mit anderer Festplatte zurückbekomme) letzten Donnerstag eingeschickt und mit einer Erledigung bis Ostern gerechnet.

Dementsprechend bin ich mehr als positiv überrascht, daß ich ihn heute schon wieder zurückbekommen habe. Wenn man Postweg und Wochenende abzieht, müssen sich die netten Leute im Reparaturzentrum mehr oder weniger sofort damit beschäftigt und die Tastatur ausgetauscht haben.

Und jetzt kann ich wieder ganz normal schreiben. Wenn ich auf einen Buchstaben drücke, dann erscheint auch genau der richtige auf dem Bildschirm. Ich liebe die moderne Technik.

Was wir kosten

Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 23:22 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Ich hab eine Antwort auf meine Anfrage zu den Sitzungskosten bekommen. Vieles davon ist, wie erwartet, nicht so genau zu eruieren gewesen. Trotzdem ganz interessant:

http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/1938536.pdf

Weis aso ned weidageh ko

Veröffentlicht am 9. Januar 2010 um 12:53 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Ungewöhnlich bavaristisch zeigte sich heute mal die Süddeutsche Zeitung. Einen relativ kurzen Artikel über meinen Antrag überschrieb sie mit diesem perfekt mundartlichen Titel.

Überrascht hat es mich nicht, daß es dieser Antrag in die Zeitungen schaffen würde. Er ist halt für die Bayernpartei typisch und scheinbar sind Klischees irgendwie interessanter als „normale“ Politik. Von den ca. 40 Anfragen und Anträgen, die ich bisher gestellt habe, ist nur ein kleiner Teil derart „bayerisch“, wie man es vielleicht erwarten würde. Und ab und zu rufen auch die anderen (z. B. die zum Alkoholverbot, zur Kameraüberwachung oder auch der Kunstrasenvorschlag) mediale Resonanz hervor, aber deren Chance ist schon deutlich geringer.

Dabei hab ich bei diesem Antrag im Grunde keinerlei „Original Research“ betrieben, sondern nur von anderen abgeschrieben:

1. Mein angeblicher „Hilferuf“ mit den unter 2 % Bairischsprechern an Münchner Schulen war eigentlich ein ziemlich alter Hut. Das haben vor einigen Jahren die Zeitungen aufgegriffen und es würde mich wundern, wenn seinerzeit nicht auch die SZ darüber berichtet hätte.

2. Daß die Stadt auch den Dialekt fördert, wurde mir auf einen Antrag aus dem Jahr 2008 mitgeteilt.

3. Die Idee, Sprachförderungsangebote nicht unverbunden nebeneinander stehen zu lassen, sondern auszuwerten und ggf. zu überarbeiten, entstammte dem erwähnten SPD-Antrag. Daher kommt übrigens auch der von mir zitierte Begriff der „Spracharmut“.

Ich habe aus diesen drei „fremden“ Ideen dann einen „eigenen“ Ergänzungsantrag gemacht. Das hat keine Viertelstunde gedauert. Daß die Einzelteile für sich genommen alle nichts besonderes sind, aber in ihrer logischen Verknüpfung dann auf einmal bemerkenswert sind, ist schon erstaunlich.

Daisy

Veröffentlicht am 8. Januar 2010 um 19:34 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Also mal ehrlich: Es wird Winter. Da fällt Schnee. Und vielleicht nicht nur ein paar Flocken, sondern auch mal ein paar Zentimeter. Aber deswegen muß man doch nicht gleich einen Bunker im Keller einrichten. Die Prognosen liegen bei 20 bis 40 cm, soviel hatten wir vor drei oder vier Jahren auch mal. Das ist zwar unangenehm und unpraktisch (und bestimmt ist der Mensch daran schuld), aber die Chancen stehen gar nicht so schlecht, daß man das überlebt.

Unklar ist mir auch, warum man sich denn mit Lebensmittelvorräten ausstatten soll. Die meisten Menschen leben doch in Fußdistanz zum Supermarkt – und bei wem das nicht der Fall ist, der hat sowieso aus Bequemlichkeit ein paar Reserven mehr daheim als unbedingt notwendig wäre. Davon abgesehen, daß ein Lebensmittelmarkt in der Regel nicht an einem einsamen, lawinengefährdeten Berghang liegt und sogar per Auto erreichbar sein dürfte. Ja, ich weiß, Raviolidosen wachsen nicht direkt beim Aldi im Keller. Aber auch zwischen Zentrallager und Filiale verkehrt normalerweise ein LKW und kein Eselskarren.

Schuld daran ist übrigens das Tiefdruckgebiet Daisy. „Daisy“ stand schonmal für den Weltuntergang: 1964 gab es einen Wahlwerbespot der US-Demokraten, in dem sie dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Barry Goldwater unterstellten, mit ihm würde es zum Atomkrieg kommen. Goldwater hat die Wahl verloren und wir haben überlebt. Hoffen wir, daß es dabei bleibt.

Vielleicht mach ich mir über die Versorgungssituation einfach zu wenig Gedanken. Sollte am kommenden Wochenende jemand tatsächlich unerwartet völlig eingeschneit werden, werde ich ihm gern eine warme Mahlzeit frei Haus liefern. Bis dahin sollten wir alle uns doch eher um die realen Gefahren für die Menschheit kümmern. Schweinegrippe zum Beispiel.

Wer ist Josef Mayrhuber?

Veröffentlicht am 6. Januar 2010 um 17:30 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Das Prinzip eines Catch-All-Mechanismus‘ dürfte den meisten Domainbesitzern bekannt sein. Alle E-Mails, die an irgendeine Adresse (Localpart) der Domain geschickt werden, werden standardmäßig an den Inhaber weitergeleitet. Wer also z. B. an unterfranken@bayernpartei.de schreibt, kommt auch tatsächlich bei den Unterfranken an. Wer aber an xyz@bayernpartei.de schreibt, kommt nicht zum Kreisverband XYZ (weil es den ja gar nicht gibt), sondern diese E-Mail wird an ein zentrales Postfach weitergeleitet. Somit geht keine Nachricht verloren. Das ist ganz praktisch, wenn man sich vertippt; andererseits bekommt man aber auch entsprechend mehr Spam.

Und so kam auch eine E-Mail an seppl.mayrhuaba@bayernpartei.de bei uns an. Vertippt hat sich da wohl niemand, denn „Seppl Mayrhuaba“ ist eine durchaus korrekte bairische Transkription für „Josef Mayrhuber“. Allerdings kenn ich Herrn Mayrhuber nicht und es gibt auch, wie mir die Geschäftsstelle bestätigt hat, kein Mitglied dieses Namens. Nur einen österreichischen Kunstmaler und -professor, aber der hat mit uns nichts zu tun, zumal er nicht mehr lebt.

Übrigens hat sich der noch lebende Sepp im Forum des Computerspielherstellers EA Sports angemeldet und die E-Mail war die Bestätigung dafür. Ich fürchte nur, er wird seinen Zugang dafür nun nicht nutzen können, da die E-Mail ja bedauerlicherweise bei uns gelandet ist. Und ich kann damit auch gar nichts anfangen, da mir persönlich das Konkurrenzprodukt Pro Evolution Soccer von Konami lieber ist.

Schade finde ich nur, daß man da die Mannschaftsnamen nicht ändern kann und ich daher nicht die bayerische Nationalelf zum Weltmeistertitel führen kann, sondern mich mit den Brasilianern begnügen muß. Aber das ist eine andere Geschichte…