www.bald-nicht-mehr-im-stadtrat.de

Veröffentlicht am 14. Juli 2010 um 19:27 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Wie bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben, hat sich an meiner Lebenssituation etwas geändert. Das wird, um es kurz und schmerzlos zu sagen, auch bedeuten, daß ich mein Stadtratsmandat aufgebe. Als ungebundener Junggeselle kann man sich ohne weiteres um ein zeitaufwändiges und ordentlich bezahltes Ehrenamt kümmern; als Familienvater hat es aber dann doch Priorität, sich einen anständigen Beruf zu suchen.

In den letzten Tagen habe ich innerparteilich, mit meinen Büromitarbeitern und besonders mit meinem Listennachfolger besprochen, wie mein Ausscheiden und die darauf folgende Übergabe vonstatten gehen soll. Morgen klären wir dann mit der Verwaltung die Formalien ab und dann sollte bis zum angestrebten Wechseltermin in den Sommerferien alles soweit erledigt sein.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ich mit der Domain mache. Ich könnte sie meinem Nachfolger zu treuen Händen übergeben. Oder ich verkaufe darüber Viagra, Anteile an afrikanischen Goldminen und täuschend echte Markenuhren. Das würde dann auch zum Vorsatz mit dem „anständigen Beruf“ passen.

Babypause

Veröffentlicht am 6. Juli 2010 um 16:04 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | 1 Kommentar

Der Grund, warum ich derzeit nicht ganz so aktiv bin:

Lukas Maximilian Hummel, 1. Juli 2010, nachmittags, im Alter von ca. zehn Stunden.

Ich glaube, da ist es ganz verzeihlich, mal vier Wochen zu keinem Antrag gekommen zu sein…

Studentenkonto mit BahnCard – ähnliche Erfahrungen?

Veröffentlicht am 29. Juni 2010 um 11:12 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Mal wieder eine Bürgeranfrage – vielleicht hat ja einer meiner Leser eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir weiterhelfen:

Eine Bank bietet an einer bayerischen Universität ein besonderes Studentenkonto an. Das kostet nichts und man bekommt auch noch kostenlos eine BahnCard dazu. Viele Studenten nutzen das, auch, wenn sie gar nicht vorhaben, das Konto wirklich herzunehmen.

In der Zwischenzeit bekommt man immer wieder Kontoauszüge – keine Bankgebühren, in der Regel auch kaum Umsätze. Nach einiger Zeit endet die Kostenlosigkeit dann – das steht wohl in den AGB und ist einigermaßen legal. Zumindest bei den Kunden, die das Konto bisher kaum genutzt haben, gibt es dann auf einmal aber keine Kontoauszüge mehr. Dafür sammeln sich die Kontogebühren im Dispo – es wird aber auch keine Rechnung dafür gestellt, keine Zahlungsaufforderung und keine Mahnung.

Irgendwann kommt dafür der Brief einer Inkassofirma – die ihre Bankverbindung zufälligerweise bei derselben Bank hat. Die verlangt dann gleich die üblichen Zuschläge. Naheliegenderweise zahlt man nicht sofort „auf Verdacht“ eine Summe, von der man nicht wußte, daß sie überhaupt geschuldet ist. Nach kurzer Zeit geht die Sache an eine Rechtsanwaltskanzlei, die auch wieder zusätzliche Kosten verlangt. Wenn man bezahlt hat, kommt ein weiterer Brief, der sich angeblich mit der Zahlung überschnitten hat, sodaß sich die Summe weiter erhöht.

Auf Rückfrage, ob diese zusätzlichen Kosten jetzt trotzdem anfallen, verneint das die Kanzlei erstmal, schickt aber nach einigen Tagen eine Rechnung über eben jene Zusatzkosten. Kurze Zeit später kommt dann ein weiterer, völlig identischer Brief über dieselbe Summe, erneut mit Überweisungsträger. Die Kanzlei versicherte mir gegenüber – durchaus glaubhaft – daß das ein Versehen gewesen sei und im Falle einer Doppelüberweisung der Betrag selbstverständlich zurückerstattet werde.

Jetzt meine Frage: Ist das ein Einzelfall, bei dem wirklich blöderweise alles schiefgegangen ist, was schiefgehen kann, oder ist das eine Masche der Bank, des Inkasso-Unternehmens und/oder der Anwaltskanzlei?

Semiöffentliche Nichtöffentlichkeit

Veröffentlicht am 9. Juni 2010 um 12:10 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Wie schon mehrfach erwähnt, gibt es ja neben den öffentlichen Stadtratssitzungen (die der Regelfall sein sollen und auch sind) noch nichtöffentliche Teile. Neuerdings wird auch deren Tagesordnung im Internet angekündigt (Beispiel: heutige Schul- und Sportausschußsitzung (PDF)).

Ob das dem Informationsbedürfnis der Bürger so wahnsinnig entgegenkommt, weiß ich nicht; die Betitelung der Tagesordnungspunkte wird ja doch ziemlich anonymisiert. Allerdings sieht man auf diese Art und Weise wenigstens, daß wir in der Nichtöffentlichkeit keine allzu problematischen Entscheidungen treffen, von denen die Menschen möglichst gar nichts erfahren sollen.

Und wenn doch einmal etwas besprochen wird, was auch nur den Hauch eines Skandals in sich birgt, sind die Münchner Zeitungen am nächsten Tag sowieso meistens wundersam detailliert informiert…

Bairisch, mal wieder

Veröffentlicht am 8. Juni 2010 um 16:25 Uhr  
Autor: Der Stadtrat | Kategorie Allgemeines | Kommentar schreiben

Interessant, wie die Presse bei bestimmten Themen immer wieder anspringt, wenn ich sie an die Öffentlichkeit bringe. Nicht, daß ich mich beschweren würde, ganz im Gegenteil. Aber die große Mehrheit meiner Anträge wird leider kaum beachtet.

Eine relativ harmlose Anfrage, die eigentlich nur wissen wollte, wie es eine bestimmte Münchner Schule mit der bairischen Sprache so hält, hat heute so ziemlich alle lokalen Zeitungen zu einem Anruf bewegt. Sie alle hätten gern mehr über die Hintergründe gewußt, aber da konnte ich ihnen auch nicht weiterhelfen. Schließlich war es ja eine Anfrage, ich bin also der, der Antworten haben möchte und nicht geben kann.

Jedenfalls bin ich gespannt, wie die offizielle Stellungnahme der Stadt so lauten wird. Wannimmer ich das Thema in allgemeinerer Form aufgebracht habe, hieß es jedenfalls, alles sei in bester Ordnung. Das wäre jetzt wenigstens mal ein konkreter Prüfstein.